Bebauungsplan Elm-131 Javelin Park Ost

Konzept gegen den Bebauungsplan Elm-131 „Javelin Park Ost“

1. Einleitung

Der Bebauungsplan Elm-131 „Javelin Park Ost“ sieht die Ausweisung eines großflächigen Gewerbe- und Industriegebiets auf dem ehemaligen britischen Militärgelände in Niederkrüchten-Elmpt vor.
Dieses Konzept fasst die wichtigsten Argumente gegen den Bebauungsplan zusammen und schlägt alternative Nutzungsmöglichkeiten für das Gelände vor.

2. Argumente gegen den Bebauungsplan

  • Verlust von wertvoller Natur:
    Das Gelände des Javelin Park Ost ist Teil der Naturparke Maas-Schwalm-Nette und Hohes Venn-Eifel.
    Es beherbergt wertvolle Lebensräume für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten, darunter auch einige bedrohte Arten.
    Der Bau eines Gewerbegebiets würde diese Lebensräume zerstören und zur Verdrängung der dort lebenden Arten führen.
  • Zunahme des Verkehr:
    Die Ansiedlung von gewerbe- und industriellen Betrieben auf dem Gelände würde zu einem deutlichen Anstieg des Verkehrsaufkommens in der Region führen.
    EIne Schätzung geht von mehr als 20.000 LKW An- und Abfahrten pro Tag (!) aus im Vollbetrieb.
    Dies hätte negative Auswirkungen auf die Luftqualität, die Lärmbelästigung und die Verkehrssicherheit.
  • Versiegelung von Flächen:
    Der Bau des Gewerbegebiets würde zu einer weiteren Versiegelung von Flächen führen.
    Dies verringert die Aufnahmefähigkeit des Bodens für Wasser und erhöht das Risiko von Hochwasser.
  • Absinken des Grundwasserspiegels
    Durch den höheren Wasserverbrauch und die eingeschränkte Sümpfung sinkt der jetzt schon unterBeobachtung stehende Grundwasserspiegel zunehmend.
    Zudem besteht die Gefahr dass das unter dem Flughafen befindliche giftige PFAS  und Kerosin dadurch ins Grundwasser und die Felder abwandert.
  • Keine nachhaltige Entwicklung:
    Der Bebauungsplan steht im Widerspruch zu den Zielen einer nachhaltigen Entwicklung.
    Die Gemeinde Niederkrüchten sollte sich stattdessen auf die Förderung von Gewerbe und Industrie konzentrieren, die mit den natürlichen Ressourcen der Region in Einklang stehen.
  • Bebauungsplan Elm-131Kostspielige Erweiterung der Kläranlage Overhetfeld
    Allein für den Gewerbepark muss die Kläranlage Overhetfeld kostspielig erweitert werden.
    Hinzu kommt eine mindestens 3-km-lange Abwasserpipline vom Javelin Park Ost zur Kläranlage Overhetfeld quer durchs Gemeindegebiet.

3. Alternative Nutzungsmöglichkeiten

  • Erweiterung des Naturparks:
    Das Gelände des Javelin Park Ost könnte als Erweiterung des Naturparks Maas-Schwalm-Nette genutzt werden.
    Dies würde zur Erhaltung der wertvollen Naturlandschaft und zur Förderung des Tourismus in der Region beitragen.
  • Landwirtschaft:
    Das Gelände könnte auch für extensiv betriebene Landwirtschaft genutzt werden.
    Dies würde zur Erhaltung der Artenvielfalt und zur Produktion regionaler Lebensmittel beitragen.
  • Freizeit und Naherholung:
    Das Gelände könnte zu einem Naherholungsgebiet für die Menschen in der Region entwickelt werden.
    Dies würde zur Schaffung von Grünflächen und zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen.
  • Gehobenes Wohnen / Neuer Wohnraum
    Die Änderung des Nutzungsplan hatte von Anfang an nur Gewerbegebiet vorgesehen und kein Wohngebiet mit jahrzehnte altem Baubestand
    Gerade dies wäre ist der heutigen Zeit der Wohnungsnot für die Bürger vorausschauender gewesen als sich für einen unsicheren Poker mit einen Investor einzulassen.

4. Fazit

Der Bebauungsplan Elm-131 „Javelin Park Ost“ ist aus ökologischen, ökonomischen und sozialen Gründen abzulehnen.
Die Gemeinde Niederkrüchten sollte stattdessen auf eine nachhaltige Entwicklung des Geländes setzen, die die natürlichen Ressourcen der Region schützt und den Menschen in der Region zugutekommt.


Was Niederkrüchten will:

  • die Option bis zu 40m hohe und 350m lange Logistikhallen in direkter Nachbarschaft eines Naturschutzgebietes bauen zu können (Vogelschutzgebiet 250m, in etwas größerer Entfernung Nationalpark Meinweg, NSG Lüsekamp, Elmpter Schwalmbruch u.a.)
  • 20.000+ LKW-An- und Abfahrten pro Tag!
  • ca 5.000 Angestellte (woher?).
  • Eigener neu zu bauender Autobahnanschluss (in eine Kompensationsfläche)
  • Erweiterung der alten Kläranlage Overhetfeld ins Landschaftsschutzgebiet hinein.
  • Abwasserleitung über mehrere km durch Gemeindegebiet bauen.
  • Eingriff in den Wasserhaushalt.
  • Großfirmen die Meister der Steuervermeidung sind.

Was Niederkrüchten „schafft:“

  • seit Jahren kein Schwimmbad für seine Bürger
  • neue Wohnraumprobleme
  • Jahrelange Unfallschwerpunkte nicht entschärfen, im Gegenteil dadurch noch verschärfen (Hauptverkehrsstraße Elmpt zum Mega-Logistik-Komplex  Höhe Esso Tankstelle)
  • mit Natur werben und gleichzeitig Natur gefährden und vernichten?
  • sich der Baulobby und dem ausländischen Geld fügen
  • die Infarastuktur noch stärker belasten als es der Haushalt die nächsten Jahrzehnte zulässt.
  • nicht mal in der Gemeinde flächendenkend ausreichende Feuerwehr-Reaktionszeiten zu gewährleisten.
    (stattdessen Strassenpläne „bis hier löschen – ab hier Leute retten, Hab und Gut abbrennen lassen“

Was Niederkrüchten weiterhin fehlt:

  • eine evtl. Berufsfeuerwehr, die den Mega-Logistik-Komplex beaufsichtigt?
  • Mehr Bürger- statt Lobbynähe
  • Weitsicht
  • offenes Konzept und kein Green-washing.

Fußnote:

Die Sache ist seit Jahren geplant und rechtlich gegengeprüft.
Eine Erfolgschance gegen das Hauptvorhaben ist gleich null.
Bebauungsplan-Elm-131efGemeinde Niederkrüchten zieht dies gnadenlos durch und wirbt gleichzeitig mit großflächigen Plakaten für die Natur (greenwashing).

  • Eine neue Zufahrt mit Haltbuchten „für den Golfpark“ ist bereits gebaut (erstaunlich wie groß doch Golfcaddys sein können)
  • Die Straße zur Kläranlage wurde bereits vermessen (etwa um die recht enge Straße für den gegenseitigen Straßenverkehr zu verbreitern? Sicher?)
  • Der Name Trump vom Niedrrhein fällt immer öfter (wer ist gemeint?)

Persönlicher Kommentar:

Bebauungsplan Elm-131 Bebauungsplan Elm-131 Bebauungsplan Elm-131 Bebauungsplan Elm-131Allein auf einer halbstündigen Spazierrunde durch Elmpt kann man gut ein dutzend Plakate sehen, die öffentlich zu den Straßen hin aushängen.
Wie viele es insgesamt sind, ist mir nicht bekannt. 50? 100?

Die Zeiten ändern sich: Staubsaugervertreter gingen früher von Haustür zu Haustür, Investoren heute von Gemeinde zu Gemeinde.

Ich selbst sehe die Sache gelassen.

  1. Viel Oppositionsgerassel auf den letzten Drücker, wie bei allem
  2. über Jahre geplant und teils bereits umgesetzt (vollendete Tatsachen)
  3. Das Gewerbe muss erstmal kommen bei der derzeitigen Wirtschaftslage

Es ist ein großer Poker der Gemeinde mit steigendem Unmut der Bevölkerung und einem Investor, den allein der Provit interessiert.
In wie weit die teils brachial anmutenden Schritte der CDU geführten Baulobby (Kanadischer Investor bei der CDU Viersen) zumindest kommerziell Früchte tragen, wird sich erst in 5+ Jahren zeigen.
Die Natur hingegen hat auf fast der gesamten Strecke verloren.
Natur, Kapitalismus und Weitsicht führen eben keine Symbiose.


Weiterführende Informationen:

 

 

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