Wohnmobilstellplatz am Venekotensee

Der Wohnmobilstellplatz Venekotensee

66. Änderung des Flächennutzungsplans „Wohnmobilstellplatz Venekotensee“

 

(Lageplan und Bebauungsvorschlag v. 18.08.2019)
(aufs Foto klicken zum Vergrößern)

So lautet das Schlagwort was zum Wohnmobilstellplatz in der Gemeinde Niederkrüchten am ehemaligen Tennisplatz im Ortsteil Venekoten, welches derzeit verkündet wird.

Es gab vor Jahren schonmal Unmut der Anwohner gegen dieses Vorhaben, da Bedenken zum zweifelhaften Ursprung des Geldes für das Vorhaben und die Auswirkungen auf Venekoten haben könnte.

Damals mit T-Shirt und Buttons, nun von anderer Stelle mit Flyern, wird versucht gegen den Geldinteressensstrom anzugehen.
(Flyer Venekoten-Wohnmobilstellplatz)

Die ansässige Interessensgemeinschaft Venekotensee steht nun neutral dazu.
Einzig die Bürgerinitiative „traut“ sich.

Es besteht ein inoffizielles Interesse daran diese Fläche in Kombination mit dem Restaurant zu fördern.
Im Venekotenreport auf FB Zitat: „…der neue Pächter hat sich etwas ganz BESONDERES einfallen lassen, dass wird eine Sensation„.
Abwarten, geredet wird viel … auf jeden Fall nichts für Familien oder den kleinen „Mann“. Das gäbe die Fläche nicht her.

Der Platz wurde, wie auch die „Wasserwege“, bereits letztes Jahr dafür aufbereitet.

Dass die ganze Geschichte „zufälligerweise“ in den Sommerferien kommt, wo viele Bürger nicht anwesend sind und dadurch die Anzahl der Einsprüche entsprechend sinkt … nun ja, lassen wir das.
Dafür wurde die „Einspruchszeit“ auf 6 Wochen ausgedehnt.
Es geht ja hier nicht um Geld, sondern rein um Bürgerinteressen 😉

Beim Wanderparkplatz am Venekotensee wurde auch erst abgeholzt, eingeebnet, die Schranke montiert und erst danach wurde der Niederkrüchtener Rat befragt.
Ich bin nicht in der Politik (war allerdings auf der Sitzung, wie auch bei diversen anderen als Gast) und finde den Weg schon sagen wir mal „interessant“.

Aber nun ja.

Was spräche denn dagegen?

  • Es gibt nur EINE Zufahrt zu Venekoten, sollte ein größeres Wohngefährt bei den engen und den schon für PKWs uneinsichtigen Kurven „steckenbleiben“ wärs das. (Problem Gemeinde/Anwohner)
  • 70% Westwind treiben Rauch und Feuer zum einzigen westlichen Ortsausgang = Todesfalle (Problem Anwohner, Camper, Gemeinde)
  • Auf Grund der Größe der mobilen Wohnheime müsste eine Zu- und eine Abfahrt vorhanden sein (Problem Anbieter)
  • Durch die Wassergräben bedingt wird stets mit Mücken zu kämpfen sein (Problem Camper/Anbieter)
  • Derzeit finden sich hier in den Morgenstunden Wildschweine, Rehe und Marder (Problem Camper/Anbieter)
  • Im Sommer ziehen hunderte feiernde Jugendliche bis in die Nacht dort vorbei (Problem Camper/Anbieter)
  • Es gibt bereits mehrere Campingplätze im direkten Umkreis für Wohnmobile/Wohnwagen (Eine strukturelle Bereicherung ist somit klar von der Hand zu weisen)
  • Venekoten liegt jetzt bereits ausserhalb der (Hilfsfrist / Brandschutz) … bei mehr Leuten, zudem Ortunkundigen, steigt das Risiko im Brandfall (Problem Anwohner, Camper, Gemeinde)
  • 30m entfernt ein Biberbau (Problem vom Biber)
  • Eine große Fläche wird versiegelt (Problem Natur)
  • Der westlich umfassende Wassergraben wird früher oder später verunreinigt (Problem Natur)
  • Lärmemission? Wohl kaum … da werden die Wander- und Fahrradgruppen wohl genauso „lautstark“ sein.

 

Was wäre mit den Bäumen neben dem wasserführenden Graben (Westseite zu den Hochhäusern)?
Diese sehen durch die Rodungsarbeiten vom Sturm Friederike nicht anschaulich aus.
Bleiben erstmal stehen, da auf fremden Grundstück….

Dürften die dann im Anschluß weichen, da sie bei Sturm eine Gefahr für die Camper wären?
Tja Natur … wieder dein Problem.

Was spräche dafür?

  • Finanzielle Interessen vom Eigentümer (nachvollziehbar im Kapitalismus, würden wahrscheinlich die meisten machen)
  • Finanzielle Interessen von Gewerbetreibenden (nachvollziehbar im Kapitalismus, s.o.)
  • Eine unansehnliche Brachfläche weniger für die Gemeinde (hier wie überall sonst in den Gemeinden)

Intern ist der Wohnmobilstellplatz Venekotensee bereits beschlossen (Quelle: xxx + xxxxxxx xxx xxxxxxxxx).
Es geht lediglich nur noch um die offizielle Durchführung und da muss laut den Regularien der Bürger/Anwohner die Möglichkeit haben sich zu äussern.

Beim damals geplanten Edeka-Markt an der Mönchengladbacher Str. sollte auch dem Geld gefolgt werden … Eigentümer wurden beschwatzt … was aber letztendlich schief ging.

Mein Tenor:

  • 5 Sterne wird es nicht werden … nur für Blinde und Taubstumme.
  • Unter den derzeitigen Sicherheitsaspekten, wäre eine Erweiterung der Siedlung Venekoten, sei es für den privaten Wohnungsmarkt oder den gewerblichen, grob fahrlässig.
  • Ich könnte von der Natur her was sagen, doch die hat eh keine Lobby und wird nur in € und Ökopunkten berechnet.

Leute, es geht um finanzielle Interessen, sonst nichts !!!

Auf Wunsch habe ich nun eine Mail an die Gemeinde verfasst (18.08.2019) Tobias.Hinsen@niederkruechten.de + info@niederkruechten.de:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Vorab:
– ich bin kein Eigentümer, sondern nur Mieter eines Objekts.
– ich habe keine finanziellen Vor- oder Nachteile bei einem Bau oder Nichtbau.

Anhand der Infrastruktur und des Camping- und Stellplatzangebotes im näheren Umfeld, ist eine Notwendigkeit eines weiteren Stellplatzes, gleich wo, klar von der Hand zu weisen und verfolgt keine notwendig strukturelle Bereicherung für die Gemeinde.

Ich zitiere nur zwei Punkte von einer offenen Webseite:

– Es gibt nur EINE Zufahrt zu Venekoten, sollte ein größeres Wohngefährt bei den engen und den jetzt schon für PKWs uneinsichtigen Kurven „steckenbleiben“ wärs das. (Problem Anwohner)
– 70% Westwind treiben Rauch und Feuer zum einzigen westlichen Ortsausgang = Todesfalle (Problem Anwohner, ortsunkundige Camper, Gemeinde)
(Venekoten liegt jetzt bereits ausserhalb der (Hilfsfrist / Brandschutz) … bei mehr Leuten, zudem Ortunkundigen, steigt das Risiko im Brandfall extrem)

Auflisten könnte man noch Natur, Bodenversiegelung, Überlastung eines Landschaftsschutzgebietes, etc.
Was wiederum alles durch Gutachten zu belegen und zu widerlegen wäre.

Eine subjektive Fußnote lasse ich dennoch da:

Die Befragung in die Sommerferien zu legen, wo viele Betroffene evtl. gar nicht vor Ort sind, nenne ich mal vorsichtig „geschickt“,
auch wenn die Anhörung von 4 auf 6 Wochen ausgeweitet wurde, doch dies nur am Rande.

Ich bin hiermit einer Bitte von Anwohnern nachgekommen und habe mich dazu sachlich, nach Rücksprache mit gemeindeübergreifenden Institutionen, geäussert und wünsche ansonsten noch einen produktiven Start in die Woche.

MfG